29.06.2020

Aus digitalen Best Practices nachhaltige Erfolge säen

Am Samstag, den 15.März kam sie, die Mail die wir bereits seit einigen Tagen erwarteten. „Ab Montag arbeiten wir vorerst überwiegend im Home Office“. Für die einen zunächst eine willkommene Abwechslung, für andere die echte Herausforderung in wenigen Stunden Kinderbetreuung, Haushalt und Arbeit zu einem funktionierenden Ganzen zusammen zu bringen.

Nach 2 Monaten sind wir alle in der „neuen Normalität“ angekommen. Aber was bleibt – neben einer andauernden Unsicherheit für die geschäftlichen Erfolgsaussichten und nach wie vor einem Teil der Belegschaft im Home Office – für Führungskräfte aus der Lockdown Zeit? Wie können wir das Momentum der schnellen Adaption „Über Nacht ins Home Office“ für die weitere und nachhaltige digitale Transformation unserer Organisationen nutzen? Wie, insbesondere als Teamleiter, Manager oder Führungskraft, die positiven und teilweise vielleicht auch nicht so positiven Erkenntnisse über die Arbeit zuhause und natürlich, ganz zentral, das Management auf Entfernung in den neuen Alltag mitnehmen um nachhaltig auf dem „next Level“ zu operieren?

Wichtig ist zunächst, die systematische Erfassung der positiven Erfahrungen und die der ausbaufähigen Potentiale aus den letzten Monaten. Der Mehrwert der Transformation steht dabei von Beginn an deutlich im Vordergrund. Obwohl Digitalisierung kein Erfolgsgarant ist (schlechte Strategien werden durch die pure Digitalisierung auch nicht besser) gibt es unzählige Interdependenzen mit anderen Bereichen des „New Work“, die neben der puren Digitalisierung der Geschäftsprozesse und Bereitstellung mobilen Infrastrukturen, ebenfalls die Transformation mit vorantreiben. So zum Beispiel flexiblere Arbeitszeitmodelle, die wiederum der Geschlechtergleichstellung bzw. generell der Diversität der Belegschaft zugute kommen, eben so wie dem Anwerben von Fachkräften der international-mobilen Generation Y.

Der Prozess der Neugestaltung und des bewussten Übernehmens von „Best Practices aus der Corona Zeit“ ist demnach auch kein „Top Down Prozess“, sondern bindet sehr bewusst Mitarbeiter*innen aller Ebenen und deren Erfahrungen und Erkenntnisse ein. Die Führungskräfte, als maßgebliche Change Agents im Transformationsprozess, agieren dabei als Coaches und Facilitators und benötigen bei all dem ein sehr anderes Skill Set als in der traditionellen Führung. Sie dürfen oder müssen vielleicht sogar bewusst in ihr eigenes Next Level investieren. Neben dem Führen aus der Distanz sind es auch Fragen der virtuellen Wirksamkeit. Executive Presence Coach Eva-Christine Bode sagt dazu: „Die derzeitige virtuelle Arbeitswelt schenkt uns einen Blick auf uns selber, dem wir uns ohne die Krise vielleicht nie gestellt hätten: Unseren eigenen individuellen Außenauftritt, nun auch über die Kamera. Sie ist eine Einladung: Nutzen Sie  die Zeichen und Weichen der Zeit und stellen Sie sich dieser steilen und spannenden Lernkurve.“

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