17.12.2021

Von Berlin nach Portugal und in die ganze Welt.

Und wie sah Ihre ganz persönliche Reise 2021 aus?

Wir sind weit gereist dieses Jahr – trotz aller Restriktionen. Nicht nur geografisch, sondern, dank unserer Kunden und Projekte auch inhaltlich und persönlich. Ein Jahr, das uns alle noch einmal ganz anders gefordert hat. Denn leider gelang die Rückkehr in ein „New Normal“ nur temporär und so stehen wir Ende 2021 wieder dort, wo wir vergangenes Jahr um diese Zeit schon einmal standen. Vielerorts wieder Kontaktbeschränkungen, im Homeoffice und mit vielen abgesagten Veranstaltungen. Auch unser schön gedachter und geplanter Jahresempfang.

Und so waren 2021 mehr denn je Flexibilität und Resilienz gefragt. Also die Fähigkeit, mit Rückschlägen konstruktiv umzugehen, neue Wege zu suchen und dennoch gestaltend und produktiv zu sein.

In diesem Sinn begann 2021 für Weiss & Cie. anders als die anderen Jahre – nicht im Schnee – sondern in der südlichen Sonne. In einem Selbstexperiment hatten wir – „New Work at it‘s best“ – Weiss & Cie. temporär in die portugiesische Sonne verlegt – berieten, coachten und trainierten wir ja ohnehin nur virtuell. Zudem blieben dort die Schulen geöffnet – für arbeitende Eltern ein echter Produktivitätsgarant.
Mussten wir uns dabei neu erfinden? Und ob – in vielerlei Hinsicht. Nicht nur das Familienleben in einem neuen Land und mit neuen Schul- und Freizeitaktivitäten, die virtuellen Sonntagstees mit den Großeltern und regelmäßige Stromausfälle, gefolgt von nicht abschaltbaren Alarmanlagen wollten bewältigt werden. Auch unser weitgehend virtuelles Büro-Leben, Team-Routinen und Meeting-Formate, größere Team-Coachings mit entsprechend professionellem Equipment wollten kreativ überdacht und neu aufgesetzt werden. Das „paperless“ Office bekam für uns eine neue Bedeutung und die Kaffeepause wurde mit Hund am Strand verbracht statt in der Küche. Viel gute Energie und Kreativität sammelten wir in diesem impulsreichen Umfeld, die wir vielfältig an unsere Kunden weitergeben konnten.
Die Rechnung ging auf und mit viel positiver Energie, jeder Menge neuer Ideen und Antrieb konnte wir nach unserer Rückkehr hocherfolgreich in den deutschen Frühling starten.

Wachstum muss nicht weh tun

Ebenfalls aus Portugal heraus weiteten wir unsere Coaching-Aktivitäten mit jungen Unternehmen an Wachstumsschwellen aus und entwickelten hierfür neue Formate, u.a. um Strategieprozesse effektiv und partizipativ voranzubringen, Verantwortlichkeiten und Rollen zu schärfen, Strukturen, Prozesse und Routinen zu etablieren , und das, ohne die vorteilhafte Agilität zu verlieren, die junge Unternehmen so positiv von behäbigen Konzernen unterscheidet und ohne Identitäts-, Reibungs- und Personalverluste, die manchmal mit Wachstumsschwellen einhergehen. Unsere jungen Helden jedenfalls haben sich in ihrer bewegten Reise 2021 auf beeindruckende Weise neu erfunden und gleichzeitig die alten Stärken bewahrt – ein Modell, das auch für tradierte und etablierte Unternehmen vorbildhaft sein kann.

Mehr Diversität im Coaching, bitte

Glauben Sie daran, dass Meinungs- und Perspektivenvielfalt zum Geschäftserfolg beitragen kann? Einer unserer weltweit agierenden Kunden und wir auch. Daher konzipierten wir in diesem Jahr ein interaktives Diversitäts-Training für die erste Führungsebene des Konzerns. Mit dem Ziel die Führungskräfte zu ertüchtigen, die zunehmende Vielfalt ihrer Mitarbeitenden konstruktiv und positiv zu nutzen und in Resilienz und Innovationskraft umzusetzen.
Dank des virtuellen Formates erarbeiteten wir mit Gruppen von Executives auf allen Erdteilen von Neuseeland bis Canada und von Peking bis Kalifornien Maßnahmen, um verzerrte Wahrnehmungen und Vorurteile in ein gutes produktives Miteinander zu überführen. Die Resonanz auf das hoch interaktive Training war so positiv, dass wir gegenwärtig bereits den Rollout des Programms auf die nächsten Führungsebenen vorbereiten.

„New Normal“ Coaching

Nach wie vor spielte auch die persönliche Weiterentwicklung von Führungskräften eine zentrale Rolle, ging es doch in dieser vermeintlichen „post-Corona Zeit“ darum, die Mitarbeiter wieder in die Büros zurückzuholen, Team- und Unternehmensidentität zu stärken und eine gemeinsame, neue und nützliche Charta der Zusammenarbeit im hybriden Umfeld zu generieren. Mit der Rückkehr in das „New Normal“ investierten zahlreiche Führungs- und Hochleistungsteams wieder in ihr Miteinander in Form von Team-Entwicklungen, Klausuren und Strategie-Tagungen, die wir begleiten durften.
Aber auch klassische Führungskräfte-Coaching Programme, in denen die Teilnehmenden Selbst- und Beziehungsmanagement, unternehmerische sowie marktseitige Kompetenzen erarbeiten sowie die (hybride) Führung weiter perfektionieren, wurden von uns durchgeführt.

Spielend mehr Vertriebs-Power

Eines unserer Lieblingsformate war auch im Jahr 2021 der Auf- und Ausbau der „Vertriebs-Power“ unserer Kunden, insbesondere im Professional Services Segment, also dem Segment, wo vertrauensbasierte hochprofessionelle Beratungsleistungen angeboten werden. Bei denen die Akteure es naturgemäß scheuen, zu werbend oder vertrieblich aufzutreten. Mit virtuellen, hybriden und Präsenzformaten entwickelten zahlreiche Teams in intensiver Haltungsarbeit die Freude am erfolgreichen Kundendialog. Wichtiger Erfolgsbestandteil: Das Handwerkszeug des professionellen Schauspiels, das Executive Presence Coach, Eva-Bode den Teilnehmenden vermittelt und das ihnen in für jede denkbare Situation die Fähigkeit zum gelassenen und überzeugenden Außenauftritt, zur Improvisation und zum Storytelling vermittelt.

Unterm Strich ein inhaltsstarkes vielfältiges Jahr für uns, mit hochaktuellen zukunftsweisenden Themen und neuen, vor allem virtuellen Formaten. Uns hat es gezeigt, was alles möglich ist. Denn ein weltweites Coaching Programm war für uns vor Corona schwer vorstellbar.
Mit viel Neugier, gesunder Risikokompetenz und Freude an der Lernerfahrung konnten wir selbst eine Menge Perspektiven gewinnen, Wissen aufbauen und damit auch unser Coaching- und Training-Spektrum eindrucksvoll erweitern.

Leider auch ein Jahr in dem die großen Messen und Konferenzen, ebenso wie unsere eigenen Veranstaltungen nicht oder nur sehr reduziert stattfinden konnten. Auch hier haben wir umgedacht, uns neu erfunden und viele kleinere Austauschformate etabliert, die umso intensiver und verbindender waren.

Das Jahr geht zu Ende mit einer „vierten Welle“, die wir alle zu bewältigen haben. „It ain’t over till it’s over.“ Nun, diesem Zitat der amerikanischen Baseball-Legende Yogi Berra ist nichts hinzuzufügen.
Wir sind noch mittendrin – im Resilienz- und Flexibilitätstraining und haben weiterhin Gelegenheit, die vielen Impulse zur Selbstentwicklung zu nutzen und gewinnbringend umzusetzen.
Trotz anhaltender Pandemie gehen wir nicht wieder nach Portugal, wenngleich dort die Impfquote mit über 90% vorbildhaft ist. Gern schließen wir uns der aktuellen viralen Impfkampagne an und haben etwas Hand an unser Logo gelegt. #gemeinsamgegencorona; https://brandsgegencorona.de/

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und uns Freude an der Entwicklung, am Werden und Lernen aber auch Momente zum Innehalten, Verarbeiten und Auftanken.
Und wir freuen uns auf ein spannendes Jahr 2022 und die Begegnungen und Projekte mit Ihnen!

 

 Weiss & Cie. Teampreis 2021

Den Teampreis vergeben wir in diesem Jahr ganz und gar unpolitisch an die SPD.
Man muss nicht mit ihren Inhalten und Parteiprogrammen einverstanden sei, aber kann dennoch beeindruckt sein, von der Geschlossenheit, mit der dieses Team den Sieg eingefahren hat. Persönliche Eitelkeiten wurden zurück und die Teampower in den Dienst der Sache gestellt. In dem vorausschauenden Wissen, dass ein sich kurzfristiges Besserstellen zulasten anderer Teammitglieder, der gemeinsamen Sache nicht dienlich ist und dass die Zielerreichung Alle belohnen würde. Und es sieht fast so aus, als könnte dieser Team Spirit ein Exportschlager werden und seine integrative Kraft auch in „der Ampel“ entfalten. Wir gratulieren der neuen Regierungsriege und versprechen neugierige Beobachter zu bleiben, die sich bei aller Perspektivenvielfalt über Anschlussfähigkeit, Kooperationswillen und Erneuerungsmut freut

Tipp: Kamera….läuft!

Auch nach beinah 2 Jahren Homeoffice stellt die tägliche Daueransicht unseres Selbstbildes während Videokonferenzen eine der vielen Herausforderungen des virtuellen Arbeitens dar.

Zu stark unsere Urinstinkte, die uns in die dauernde Selbstbeurteilungs-Schleife schicken. Nicht ohne Aufmerksamkeitsverluste für unser Gegenüber.  Hier kommen Impulse unseres Kamera-Profis Eva-Christine Bode, die verrät, wie Sie das sogenannte Dritte Auge besser steuern und sogar positiv nutzen können:

  • Nehmen Sie ihr Selbstbild an, ignorieren Sie sich nicht.
  • Hinschauen, nicht wegschauen macht uns reicher.Statt die Kamera auszuschalten können Sie sich dem wichtigen Thema des eigenen Außenauftritts spielerisch nähern, in dem Sie die Optimierung Ihres Spiegelbildes zum Bestandteil Ihrer täglichen Routine werden lassen. Warum sollte die Umwelt besser über Ihr Erscheinungsbild Bescheid wissen als Sie selbst? Das ist Ihre Chance, die Lücke zwischen Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung zu schließen.
  • Kopieren: Alles was bei den anderen gut aussieht, können Sie für sich gewinnbringend integrieren – Licht, Kamera Position, Hintergrund, Haltung – nutzen Sie die tollen Möglichkeiten, sich vorteilhaft in Szene setzt.
  • Gehen Sie in einen bewussten Dialog mit Ihrem inneren Kritiker, bspw. indem Sie Feedback zum eigenen Wirken von Dritten einholen.
  • Das volle Potenzial zur Unterstützung ausschöpfen. Profis können Sie bei der Entwicklung Ihrer digitalen Executive Presence unterstützen.
  • Differenzieren. Kamera & Ton müssen gerade bei sehr langen Video-Konferenzen natürlich nicht immer angeschaltet sein. Wir unterstützen uns aber in diesen herausfordernden Zeiten, in dem wir uns gegenseitig immer mal wieder in die Augen gucken.

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